06.04.2011

von Eisenhammer Eckersmühlen / MJ

Eisenhammer Eckersmühlen

30 Kilometer südlich von Nürnberg, nahe der Ortschaft Eckersmühlen, liegt der ehemalige Schäff-Eisenhammer.

Copyright Foto: Eisenhammer Eckersmühlen - Landratsamt Roth


Historischer Eisenhammer Eckersmühlen - 2011 mit 25jährigem Jubiläum und ansprechendem Programm

30 Kilometer südlich von Nürnberg, nahe der Ortschaft Eckersmühlen, liegt der ehemalige Schäff-Eisenhammer. Dieses an der Roth gelegene industriegeschichtliche Kleinod ist heute ein Museum – ein lebendiges Museum, wo dem Besucher die Kunst des Hammerschmiedens, der Umgang mit dem glühenden Eisen, eindrucksvoll vor Augen geführt wird. Über fünf Generationen war der Eisenhammer im Besitz der Familie Schäff, einer weit verzweigten Hammerschmiede-Dynastie.

Alte Handwerkstechnik zum Anfassen

1775 übernahm Johann Michael Schäff das damals verschuldete Anwesen. Anders als alle seine Vorgänger war er Betreiber und Eigentümer in einer Person. So brachten es die Unternehmer und Hammerherren Schäff über mehrere Generationen zu großem Wohlstand. Die Blütezeit endete, als die Massenproduktion der Fabriken in Konkurrenz zur handwerklichen Fertigung trat. Dazu kam die veränderte Nachfragestruktur, was 1974 zur Einstellung des Betriebes führte. Fritz Schäff ist es zu verdanken, dass die Anlage betriebsbereit blieb und so 1985 in ein Museum umgewandelt werden konnte, in dem heute regelmäßig Schmiedevorführungen gezeigt werden.

Wasserkraft treibt die wuchtigen Hämmer an. Eine Turbine setzt die Hauptwelle in Bewegung. Von dort erfolgt die Kraftübertragung auf die einzelnen Hämmer mit Hilfe lederner Transformationsriemen. In einer gesonderten, kleinen Museumseinheit wird dem Besucher die Herstellung von Transmissionsriemen, einem ebenfalls längst untergegangenen Handwerk, vor Augen geführt.
 
In den Jahren 1699 und 1700 erbaut, legt das Herrenhaus mit seiner aufwändig gearbeiteten Fachwerkfassade Zeugnis vom ausgeprägten Standesbewusstsein der Hammerherren ab. Zahlreiche Umbauten Erweiterungen und Renovierungen im Stil der jeweiligen Zeit veränderten Aussehen und Charakter des Gebäudes. Anbauten und die Entfernung des Fachwerks in den 1930er Jahren nahmen dem einstigen Herrenhaus seinen barocken Glanz. Nach der endgültigen Stilllegung des Eisenhammers zog sich Fritz Schäff hierher zurück und widmete sich ausschließlich seiner familien- und heimatgeschichtlichen Forschung. In der neuen Museumseinheit ist das Lebensumfeld des letzten Hammerherren aus der Schäff-Dynastie sichtbar und spürbar.

Im ehemaligen Sägewerk ist die Dauerausstellung "Vom Erz zum Eisen" zu sehen. Sie thematisiert das in der alten Schmiede als Rohmaterial verwendete Eisen und zeigt unter anderem die Beschaffenheit des Erzes, Erzfundorte im fränkischen Jura sowie die Erzgewinnung. Neben verschiedenen Werkzeugen und dem Schnittmodell eines Rennofens beinhaltet die Ausstellung auch einen nachgebauten Bergwerksstollen sowie einen Kohlenmeiler.

Öffnungszeiten & Eintrittspreise
1. März - 31. März Samstags und Sonntags von 13 - 17 Uhr
1. April – 31. Oktober Mittwoch bis Sonntag; Feiertage von 13 - 17 Uhr und nach Vereinbarung

Erwachsene: 3,-- Euro
Kinder: 1,-- Euro
Familien: 6,-- Euro
Gruppen (mind. 10 Pers.): Erwachsene 2,-- Euro, Schüler/Kinder 1,-- Euro; Schmiedevorführung 10 -- Euro

TIPP: 2011 feiern wir 25 Jahre Museum Historischer Eisenhammer in Eckersmühlen!
Feiern Sie mit und schauen Sie in unser ausführliches Jubiläumsprogramm!
Für jeden Geschmack ist die passende Veranstaltung dabei.

Museum Historischer Eisenhammer bei Eckersmühlen
91154 Roth
Tel: 09171/81329

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