03.11.2009

von Jürgen Leykamm / LW

Schiffswallfahrt

Das 5. Mal haben nun Tourismuspastoral und Pilgerstelle zu einer Schiffswallfahrt über den Brombachsee geladen.


Fünfte Schiffswallfahrt: Damaskuserlebnisse in Ramsberg 2009

Das fünfte Mal haben nun Tourismuspastoral und diözesane Pilgerstelle im Bistum Eichstätt zu einer Schiffswallfahrt über den Großen Brombachsee geladen. Zum kleinen Jubiläum begab sich auch Bischof Gregor Maria Hanke gemeinsam mit über 300 Gläubigen an Bord des dortigen Fahrgast-Trimarans, der ebenso wie die Pilger selbst von dem Oberhirten gesegnet wurde.

Vom Bayerischen Fernsehen gefilmt und von den Klängen der Pleinfelder Blasmusik umrahmt, lud eine kleine Andacht zu Beginn der Wallfahrt die Gläubigen aus nah und fern, sich mit Gebet auf die besinnlichen Runden über den See einzustimmen. Mit Worten aus der sog. Narrenrede des Paulus mahnte Domvikar Reinhard Kürzinger zur Bescheidenheit: Der Völkerapostel hatte zu seiner Zeit seine Werke und weltlichen Würden für "nichts" erachtet - und Christus für Alles. Eine hilfreiche Einstellung, wenn das "eigene Lebensschiff hohen Wellen ausgesetzt ist", so Kürzinger in Anspielung auf den Ort der Wallfahrt, die an der Ramsberger Anlegestelle ihren Anfang nahm und dort auch endete. Im Inneren des Trimaran gab es dann einen weiteren meditativen Nachschlag zum kürzlich zu Ende gegangenen Paulusjahr. Der Apostel sei "ein Mensch der Sehnsucht nach Gott" gewesen, betonte der Bischof. Von ihr umgetrieben, habe sich Paulus vom feurigen Verfolger der Christen zum feurigen Verfechter der Botschaft Jesu gewandelt. Die Glut des Glaubens wurde damals bekanntlich durch das bis in die heutigen Tage buchstäbliche "Damaskuserlebnis" entflammt. Kürzinger lud daraufhin ein, während der Fahrt auf dem See über ähnlich "tiefe Einschnitte in das eigene Leben, die eine Neuorientierung provozieren", nachzudenken und solche "Ereignisse im Lichte des Glaubens zu deuten". Auch wenn es sich um die nicht minder sprichwörtlichen "Lebenskreuze" handelt, die schließlich jeder mit sich herumschleppe. Der richtige Umgang damit will gelernt sein. "Werde ich durch mein Verhalten selbst zum Kreuz für andere oder helfe ich anderen beim Kreuz tragen?" warf Kürzinger etwa die Frage auf. Wieder an Land, hatten die Gläubigen dann Zeit, während des Aufstiegs zur Jakobuskapelle die Worte betender Weise zu verinnerlichen. Dort angekommen, wurde die Pilgerschar mit Kaffee und gebackenen "Bischofsmützen" empfangen, die auch dem Träger jenes Textils sichtlich mundeten. Gemeinsam mit dem Absberg-Obererlbacher Pfarrer Gerhard Grössl und Bischofssekretär Sebastian Bucher luden Hanke und Kürzinger zur Schlussandacht, in der sie zum Mitwirken am Garten des Schöpfers aufriefen. Wenn auch nicht zu übereifrig.

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