17.07.2013

von B° / LP

(Quelle: Stadt Roth)

Rother Schlosshofspiele 2013

Dieses Stück gilt als Oskar Wildes bestes Werk und als eine der glänzendsten Komödien der Weltliteratur überhaupt. Sprachlicher Witz, Charakterkomik und Knalleffekte in der Handlung sind in überzeugender Weise verbunden.


Bunbury oder Es ist wichtig, Ernst zu sein
Komödie von Oscar Wilde

in Bearbeitung von Werner Müller

Kartenvorverkauf: am Samstag, 6. Juli 2013, von 8.00 bis 11.00 Uhr im Schloss Ratibor.
Telefonische Bestellungen an diesem Tag (von 8.00 bis 11.00 Uhr) und ab 9. Juli 2013 (Dienstag und Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr) unter 0800 1070047.

Dieses Stück gilt als Oskar Wildes bestes Werk und als eine der glänzendsten Komödien der Weltliteratur überhaupt. Sprachlicher Witz, Charakterkomik und Knalleffekte in der Handlung sind in überzeugender Weise verbunden.
Das Thema der Lügnerkomödie - zugleich Wildes Lebensthema - ist das Missverhältnis zwischen Sein und Schein. „Der Mensch ist am wenigsten er selber, wenn er in seiner eigenen Person spricht. Man gebe ihm eine Maske, und er wird die Wahrheit sagen.“ – „Unser wirkliches Leben ist oft ein Leben, das wir gar nicht führen.“ Diese Aphorismen umreißen das Thema dieser „trivialen Komödie für ernsthafte Leute“. Was aber diese Lügnerkomödie von allen ähnlichen Komödien unterscheidet, ist, dass das Lügen hier nicht bestraft, sondern belohnt wird. Die erlogenen Rollen erweisen sich am Schluss als berechtigt, die erdichtete Existenz wird Wahrheit. Das Wunschdenken siegt über die Wirklichkeit. Das Thema „Sein“ und „Schein“ wird auf radikal - komische Weise behandelt: Der Mensch als Rollenbündel, wobei sich die Frage nach dem wahren Ich, dem Kern der Persönlichkeit, letztlich erübrigt. Und wenn Jack am Ende des Stücks zu Lady Bracknell sagt: „Ich hasse es, Lady, aufdringlich zu sein, aber würden Sie mir freundlicherweise mitteilen, wer ich bin?“, dann sind wir im Jahr 2013 angekommen. Wir wünschen einen amüsanten Theaterabend.

Aufführungen:
Samstag, 20. Juli 2013, 20.00 Uhr
Mittwoch, 24. Juli 2013, 20.00 Uhr
Freitag, 26. Juli 2013, 20.00 Uhr
Samstag, 27. Juli 2013, 20.00 Uhr
Sonntag, 28. Juli 2013, 20.00 Uhr
Mittwoch, 31. Juli 2013, 20.00 Uhr
Freitag, 02. August 2013, 20.00 Uhr
Samstag, 03. August 2013, 20.00 Uhr
Sonntag, 04. August 2013, 20.00 Uhr
Kirchweih
Samstag, 10. August 2013, 20.00 Uhr
Sonntag, 11. August 2013, 20.00 Uhr

Eintrittspreis 9,– €

Bei Regen findet die Aufführung in der Kulturfabrik statt. Bei einsetzendem Regen nach der Pause wird die Vorstellung abgebrochen.

Über den Autor
Oscar Fingal O‘ Flahertie Wills Wilde (1854 - 1900) war ein irischer Schriftsteller. Schon sehr früh kam er mit der Schriftstellerei in Kontakt. Sein Vater schrieb Bücher über die Archäologie, Folklore und über Jonathan Swift. Die Mutter von Oscar Wilde war Übersetzerin und galt als revolutionäre Lyrikerin. Wilde besuchte die Portora School in Enniskillen und studierte anschließend mit großem Erfolg klassische Literatur am Trinity College in Dublin und am Magdalen College in Oxford. Im Studium zeichnete sich Oscar Wilde durch seinen Sinn für Humor aus, der ihn schnell sehr beliebt machte. Seine erste literarische Anerkennung fand Oscar Wilde 1878, als er sein Gedicht „Ravenna“ veröffentlichte. In den folgenden Jahren veröffentlichte Wilde immer wieder neue Werke, die ihm schnell Bewunderung einbrachten, ihn im damals noch sehr prüden England aber auch als Skandalautor bekannt machten. Auch in Übersee wurde Oscar Wilde berühmt. Trotz einer Heirat ging Oscar Wild sehr offen mit seiner Homosexualität um. Dies führte zu einem Skandal, der drei Gerichtsprozesse und Wildes Niedergang zur Folge hatte. Schwer angeschlagen floh er nach Paris, wo er verarmt und krank mit nur 46 Jahren verstarb. Bekannte Werke von Wilde sind: „Die Apotheose“, „Illustration zu Salome“, die Märchensammlung „Der glückliche Prinz“ und „Das Bildnis des Dorian Gray“.

Die Personen und ihre Darsteller
John Worthing, Friedensrichter
Karl Schnitzlein, Algernon Moncrieff
Thomas Schattner, Pastor Chasuble, Dr. theol.
Richard Schattner, Merriman, Butler
Matthias Aigner, Lane, Diener
Gerhard Michal, Lady Bracknell
Docky Schattner, Honourable Gwendolen, Fairfax
Manuela Grasl, Cecily Cardew
Beate Hammerl, Miss Prism, Gouvernante
Alexandra Lehmeyer, Lady Winchester, von Wickworth
Petra Hoefer, Lady Allison, von Buckingham
Maria Hemmerich, Mary
Alina Lauterbach, Jane
Carolin Franke
Schlosshof Harmonists
Günther Fink
Rainer Horner
Reinhold Marino
Reinhard Wiersbitzki

Regie: Werner Müller
Regieassistenz: Catrin Niepelt, Sabine Danninger
Maske: Inge Meisinger, Gerti Hauser, Jenny Zimmermann
Kostüme: Docky Schattner, Karin Winterhager
Bühnenmeister: Willy Weigand, Anton Grasl
Souffleuse: Catrin Niepelt, Sabine Danninger
Technik: Michael Erhard, Florian Meyer, Klaus Metzger
Musikalische Leitung und Arrangement: Günther Fink

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