15.07.2015

von Graf von Faber-Castell Vermögensverwaltung LP

Schloss Appelhof wiederentdeckt

Im Fränkischen Seenland befindet sich ein spätbarockes Juwel, das in diesem Jahr erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Das Lust- und Jagdschlösschen Appelhof nahe dem Rothsee


"Landpartie" - ein poetisches Netz aus Kunstausstellung und Klangkunst

Im Fränkischen Seenland befindet sich ein spätbarockes Juwel, das in diesem Jahr erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Das Lust- und Jagdschlösschen "Appelhof" nahe dem Rothsee gilt mit seiner weitläufigen Gartenanlage kunsthistorisch als einzigartiges Baudenkmal. Innen wie außen trägt es die Handschrift des berühmten Rokoko-Baumeisters Gabriel di Gabrieli. Von Juli bis September verwandelt sich Schloss Appelhof an den Wochenenden zu einem sinnlichen Erlebnisort für Kunst und Natur.
"Landpartie" heißt die Ausstellung am Waldesrand bei Allersberg. Klangkunst soll außerdem die Sinne der Besucher verzaubern.
Einst gehörte das Anwesen Herzog Ludwig von Bayern, später Nürnberger Patrizierfamilien, ab dem 18. Jahrhundert der Unternehmerfamilie Gilardi. Die Historie von Schloss Appelhof ist lang und verschlungen, denn das Anwesen ging durch viele Hände. "Lust- und Jagdschlösschen" nannten es einige seiner Besitzer, andere "Fress-Gütlein" oder schlicht "Landgut". Als Landsitz erwarb es 1889 Freiherr Lothar von Faber aus Stein bei Nürnberg. Der Bleistiftkönig des 19. Jahrhunderts vererbte es weiter an seine Nachkommen, die Familie Graf von Faber-Castell. Noch in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde es u.a. von Mitgliedern der Faber-Castell’schen Familie bewohnt, bis es vor mehreren Jahren in einen Dornröschenschlaf verfiel.

Fakten
Ausstellungsdaten
Dauer: 18. Juli bis 13. September
Öffnungszeiten: Samstags, 15-20 Uhr, Sonntags, 11-17 Uhr
Öffentliche Führungen: Sonntags, 15 Uhr (für Ausstellungsbesucher frei)
Eintritt: 2 Euro (Ermäßigt 1 Euro)
Eine Ausstellung der Graf von Faber-Castell Vermögensverwaltung

Nun hat das gräfliche Haus das historische Gebäude wiederentdeckt, und parallel zu einem langfristig angelegten Restaurierungskonzept sollen Kunst, Kultur und Natur dem einstigen "Fress-Gütlein" nach und nach neues Leben einhauchen. So zieht bereits im Frühjahr außergewöhnliche Kunst ein ins spätbarocke Schlösschen. Die in Berlin lebende Malerin Fides Becker wird Schloss Appelhof in einen phantastischen Ort verwandeln: Ausgehend von dem Haus selbst, in das sie durch ortsbezogene Wandmalereien und Leinwandarbeiten eingreift, thematisiert sie dessen ursprüngliche Funktion als reinen repräsentativen Rückzugsort. Durch gezielte Eingriffe wird das gesamte Gebäude mit seinen Ein- und Ausblicken in die Weite des Gartens, mit seinen historischen Reminiszenzen aus verschiedensten Epochen, zu einem sinnlichen Erfahrungsraum. Fides Beckers schwerelose und vielschichtige Malereien greifen formal die Beziehung des Innen und Außen auf, die Bedeutung der Landschaft bzw. der disziplinierten Natur des Parks. Zur Ausstellung im Sommer präsentiert die Künstlerin sowohl Leinwandarbeiten als auch Werke, die unmittelbar auf die Wand aufgetragen werden. So spinnt sie ein poetisches Netz der Assoziationen, als malerische Reflexionen über das Sein und die Vergänglichkeit.
Durch die Klanginstallationen des Trios Cornelius Pöpel, Florian Beck & Michael Kirschner wird das Palais zu einer Gesamtinstallation. Die Künstler nehmen Bezug auf das gesellschaftliche Leben, das einst in dem Haus pulsierte und sie verweisen auf den hier deutlich werdenden Aspekt der Vergänglichkeit. Die Klanginstallationen entstehen in Kooperation mit der Hochschule Ansbach.
Kuratiert wird das Projekt, das außerdem durch ein vielfältiges Rahmenprogramm bereichert wird, von dem international renommierten Kunstwissenschaftler Christian Schoen, der mit den Künstlern zuletzt ein vergleichbares, ortsspezifisches Ausstellungsprojekt im Ansbacher Retti-Palais realisierte.

Ausstellungsdaten
Dauer: 18. Juli bis 13. September
Öffnungszeiten: Samstags, 15-20 Uhr, Sonntags, 11-17 Uhr
Öffentliche Führungen: Sonntags, 15 Uhr (für Ausstellungsbesucher frei)
Eintritt: 2 Euro (Ermäßigt 1 Euro)
Eine Ausstellung der Graf von Faber-Castell Vermögensverwaltung

Die Künstler
Fides Becker (*1962 in Worms) studierte an der Städelschule in Frankfurt a.M., an der Academie van Beeldende Kunsten in Rotterdam und an der Hochschule der Künste in Berlin. Ihre Werke finden sich in zahlreichen nationalen und internationalen Sammlungen, etwa der Landessammlung Rheinland-Pfalz, der Sammlung Deutsche-Bank oder der Stichting Beeldende Kunst Amsterdam. Fides Becker lebt in Frankfurt und Berlin.

Cornelius Pöpel (*1967 in Stuttgart) studierte Viola und Audio-Design und promovierte in Musiktechnologie. International künstlerische Tätigkeit als Bratschist, Live-Elektroniker und Klangkünstler. Er ist Professor für Audioproducing/Audiogestaltung an der Hochschule Ansbach.

Florian Beck (*1992 in Bad Windsheim) und Michael Kirschner (*1979 in Hiltpoltstein) studieren in Ansbach Multimedia und Kommunikation mit dem Schwerpunkt Audio. Beck hat zahlreiche Projekte in den Bereichen Filmton, Live-Audio und Softwareentwicklung realisiert, unter anderem als Sounddesigner am Opernhaus Zürich. Kirschner arbeitet seit Jahren in der Entwicklung und Realisation von internationalen Klang- und Lichtinstallationen.

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