06.09.2013

von B° / LP

(Quelle: Stadt Weißenburg - RömerMuseum)

Zwischen Hain und Himmelreich

Die letzten Ausgrabungen des merowingischen Reihengräberfeldes fanden 2007 statt. Bis 2010 wurden die Neufunde restauriert. Nun widmet die Stadt den Funden aus 280 bekannten Gräbern eine Sonderausstellung im RömerMuseum.


"Zwischen Hain und Himmelreich" - die Reihengräber von Weißenburg
Eine Jubiläumsausstellung zur 30jährigen Eröffnung des RömerMuseums
07. September bis 30. Dezember 2013


Die letzten Ausgrabungen des merowingischen Reihengräberfeldes auf Weißenburger Stadtgebiet fanden 2007 statt. Bis 2010 wurden die Neufunde mit finanzieller Hilfe des Frankenbundes Gruppe Weißenburg restauriert. Nun widmet die Stadt den Funden aus 280 bekannten Gräbern eine kleine, aber feine Sonderausstellung im RömerMuseum. Denn es geht um nicht weniger als die Frage: Waren die hier zwischem dem 6. und 7. Jahrhundert Bestatteten vielleicht die ersten Weißenburger? Wo und wie lebten diese Menschen, woran glaubten und wer waren sie? Die Ausstellung wertet die Grabungsbefunde und Grabbeigaben von 1968 bis 2007 aus und stellt sie in neue Kontexte.

Sonderevent zum Jubiläum
So. 8.9. Römisches Festkonzert - Musik aus der römischen Kaiserzeit
Das RömerMuseum macht sich selbst ein Geburtstagsgeschenk: Es lässt die »Harfe« des Apoll aus dem Römerschatz nachbauen. Die Kithara-Rekonstruktion wird erstmals im Rahmen des Festkonzertes zum Klang erweckt und erläutert.
Gotisches Rathaus Weißenburg | 20 Uhr
Reihe Musica Biriciana | Karten: Kulturamt Haus Kaaden
Pfarrgasse 4 | www.vhs-weissenburg.de | T 09141 907-123

30 Jahre Römer Museum
Das Weißenburger RömerMuseum wurde 1983 als Zweigmuseum der Archäologischen Staatsammlung gegründet. Anlass hierfür war die Auffindung eines Schatzes, der heute als einer der bedeutendsten Hortfunde in ganz Deutschland gilt. Beim Anlegen eines Spargelbeetes stieß ein Hobby-Gärtner im Oktober 1979 in unmittelbarer Nähe zur Thermenanlage und in geringer Tiefe auf verrostete Eisenteile. Beim Weitergraben wurde schnell deutlich, dass es sich hierbei um einen spektakulären Fund handelte. 114 Objekte, darunter 17 in Qualität und Erhaltungszustand einzigartige Götterfiguren aus Bronze, kamen nach und nach ans Licht. Die vorrangige Zusammensetzung des Schatzes aus Votiftafeln, Statuetten und Gefäßen aus dem sakralen Bereich weisen darauf hin, dass es sich um das Inventar eines beachtlichen Heiligtums handelt. Verborgen wurde er vermutlich, wie so viele andere Schatzfunde in Raetien auch, während der Alamanneneinfälle Mitte des 3. Jhdt. n.Chr..
1980 wurde der Schatz für den Freistaat Bayern erworben und in den folgenden Jahren restauriert. Seit 1983 glänzt  er als Mittelpunkt der Ausstellung im Römermuseum Weißenburg.

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