15.11.2013

von B° RB

Hopfenbloden

Tradition beim Hopfenbloden in Pyras

Hopfengabe (als) v. l. Ursula Klobe und Ernst Schuster

Rund 50 Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter der Pyraser Landbrauerei sowie eine Handvoll erfahrene Hopfenpflücker fanden sich am Samstagmorgen in Pyras ein, um den traditionellen „Niederfall“ zu begehen. So wird der Abschluss der Hopfenernte bezeichnet. Um sich eine deftige Brotzeit zu verdienen mussten sich alle beim „Hopfenbloden“ beweisen, wie das Pflücken der Dolden von Hand bezeichnet wird. Dass diese Handarbeit auch zu interessanten Gesprächen führt, da waren sich Ursula Klobe und Karl Sterner von den Heidecker Hopfenpflückern schnell einig. Anschließend gingen Ursula Klobe (SPD) und Ernst Schuster (CSU) - vereint als Brauknechte von Brauereichefin Marlies Bernreuther – zu Werke und gaben den frisch gepflückten Hopfen zum ersten Sud des diesjährigen Hopfenpflückerpils.

In wenigen Woche im Verkauf

Ab Ende September kommt die begehrte Bierspezialität, die an diesem Tag aus dem pflückfrischen Aromahopfen gebraut wird, in den Verkauf. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein wurden noch viele interessante Gespräche zwischen Jung und Alt geführt. Und als dann der 83-jährige Andreas Meier aus Heideck am Mikrofon mit kräftiger Stimme seine Version der „Russischen Symphonie“ zum Besten gab und dafür viel Applaus erntete, da konnte man in den fröhlichen Gesichtern sehen, dass gelebte Tradition die Menschen vereint und verbindet.
 
Über Pyraser

Johann Adam Bernreuther kauft 1749 den Bauernhof mit Gastwirtschaft "Zum Angerwirt" in Pyras. Die Familie wäre vielleicht bis zum heutigen Tage nicht aufs Bierbrauen gekommen, wenn nicht der Nonnenfalter um 1865 die fränkischen Wälder befallen hätte und damit massenhaft Kahlschlag auslöste. Auch die Familie Bernreuther war davon betroffen. Sein geschlagenes Holz brachte Adam Bernreuther nicht an den Mann. Nicht einmal sein Bierlieferant wollte es. Darüber wurde der Angerwirt so grantig, dass er eine eigene Brauerei baute. 1870 wurde das erste Mal mit Pyraser Bier angestoßen.

Heute beschäftigt die Brauerei 70 Mitarbeiter. Der inhabergeführte Betrieb beweist, dass Teamgeist und Technik Höchstleistungen möglich machen: Die Personalleistung der qualifizierten und motivierten Mitarbeiter liegt mit über 3.000 hl/Vollarbeitsplatz weit über dem Branchendurchschnitt.

Im April 2000 wird die neue Pyraser Waldquelle aus der Taufe gehoben. Das Wasser hat einen besonders niedrigen Natriumgehalt und ist damit besonders verträglich und geeignet für die Zubereitung von Babynahrung. Neben Mineralwasser werden gut zwei Dutzend weitere Sorten alkoholfreier Getränke der Pyraser Waldquelle hergestellt. Auf „Alkopops“ verzichtet man ganz bewusst!

Seit 2010 wird die Brauerei nach Georg Bernreuther von seiner Tochter und Alleininhaberin Marlies Bernreuther in der elften Generation fränkischer Bierbrauer geleitet und die nächste Generation ist mit ihrem Sohn Marc und Tochter Maya bereits gesichert.

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