03.11.2009

von Jürgen Leykamm / LW

Europa Miniköche

Die Ernährungspyramide für das eigene Leben entdecken: Das alles kommt auf "Miniköche" im Spalter Hopfenland zu.

Ran an die Kochlöffel heißt es nun für 24 "Europa Miniköche" im Spalter Hopfenland. Zwei Jahre lang lernen sie den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und deren Zubereitung zu leckeren Gerichten - die passende Kochkleidung haben sie nun überreicht bekommen. Mit im Bild die beteiligten Gastonomen und mittendrin Jürgen Mädger, der "Vater der Miniköche".


Dritte Staffel der "Europa Miniköche" im Spalter Hopfenland ging an den Start

Gemüse anpflanzen, dem Metzger über die Schulter gucken oder die Ernährungspyramide für das eigene Leben zu entdecken: Das alles und noch viel mehr kommt nun auf die dritte Staffel der "Europa Miniköche" im Spalter Hopfenland zu, die nun offiziell an den Start ging. 24 Buben und Mädchen bekamen im Gasthaus "Rotes Ross" in Spalt ihre Kochausrüstung überreicht, die in den nächsten zwei Jahren ihr regelmäßiger Begleiter sein wird.

Bei insgesamt 20 Monatstreffen lernen die Zehn- und Elfjährigen das Zubereiten leckerer Gerichte genauso wie das Einmaleins des guten Küchenservices. Zusätzliche Projekte und kontinuierlicher Unterricht in Ernährungslehre lassen in den Kindern zudem das Bewusstsein für die Herkunft, Qualität und den richtigen Umgang mit Lebensmitteln (sowohl unter ökologischen wie auch kulinarischen Gesichtspunkten) wachsen. Die Freude am Kochen und das gemeinsame Genießen der selbst gezauberten Spezialitäten kommt natürlich auch nicht zu kurz. Sogar als berufsvorbereitende Schulung wird die Teilnahme an einer der insgesamt 29 "Europa Miniköche"-Gruppen von der IHK zertifiziert. Doch auch wer später nicht Sternekoch werden will, profitiert von den zwei Jahren für sein eigenes Leben. Denn durch das Projekt sind die Kinder auf dem Weg zum "wissenden und mündigen Verbraucher", so Jürgen Mädger. Er ist der "Vater der Miniköche". Vor 20 Jahren hat der leidenschaftliche Gastronom die erste Gruppe im schwäbischen Bartholomä initiiert, wo Mädger ein Sport- und Bildungszentrum betreibt. Besonders freute es Mädger als gebürtigen Spalter aber, in der Hopfenmetropole nach 2005 und 2007 die nunmehr dritte Staffel eröffnen zu können. Er wird aber nicht selbst mit den Kindern in der Küche stehen - das übernehmen fünf Gastronomen aus der Region Spalt, in deren Betrieben die Monatstreffen im Wechsel stattfinden werden. Die Teamleitung haben Helmut Nüßlein ("Rotes Ross", Spalt) und Yasmin Amende ("Zum Hochreiter", Enderndorf) inne. Beide zeigten sich zum Startschuss der dritten Runde überwältigt über das ungebrochene Interesse seitens der Kinder: 24 Buben und Mädchen bilden die neue Truppe - Interessenten gab es aber weit mehr. Nun ist es fast schon zum Selbstläufer geworden, mittels dem es gelingt, den Kindern "die Freude am Kochen beizubringen" - und dies auf hohem Niveau. Genauso wie die Freude, die es macht, gemeinsam mit Sinn für Nachhaltigkeit und Genuss zu kochen. So durchlaufen die Teilnehmer eine "Geschmacksschule", lernen saisonale und regionale Küche kennen - mit einem "Kinderknigge" wird den Kleinen auch die nötige Tischkultur beigebracht. Außerdem dürfen die Kinder selbst säen und ernten oder auch eigenen Apfelsaft pressen. Am Ende der zwei Jahre gibt es dann einen großen Familienabend, an dem die Buben und Mädchen ihre Gastrokünste unter Beweis stellen. Doch die müssen sie sich bis dahin erst noch erarbeiten. Die Kids bekamen im "Roten Ross" bereits Kochjacke und -mütze samt Schürze und Halstuch ausgehändigt - samt Spätzlebrett, Schaber, Spargelschäler und Messer.

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