09.01.2018

von JD-B° RB

Die vererbte Gefahr

Familiäre Hypercholesterinämie kann schon im jungen Alter zum Herzinfarkt führen

Durch einer verfrühte und schnell fortschreitende Arteriosklerose kann FH schon bei jungen Menschen zu Herzinfarkten führen

Die gefährlichsten Krankheiten entwickeln sich oft über lange Zeit unbemerkt - zum Beispiel die Arteriosklerose oder Arterienverkalkung, die sich meist erst durch ein dramatisches Ereignis wie einen Herzinfarkt bemerkbar macht. Und betroffen sind keineswegs nur alte Menschen: Etwa jeder 300ste in Deutschland leidet an einer Erbkrankheit, der sogenannten familiären Hypercholesterinämie (FH), bei der das Risiko für eine koronare Herzerkrankung schon in jüngerem Alter drastisch erhöht ist. 

Denn die FH geht mit deutlich zu hohen LDL-Cholesterinwerten im Blut und rasch fortschreitender Arteriosklerose einher. Eine rechtzeitige Diagnose und konsequente Behandlung ist wichtig, um das Risiko für Betroffene in Schach zu halten.

Weniger als zehn Prozent wissen von ihrer Krankheit

Doch immer noch ahnen die meisten Patienten nichts von ihrer Erkrankung. Auch weil es bislang in Deutschland kein systematisches Programm zur frühzeitigen Identifikation von Personen mit familiärer Hypercholesterinämie gab, sind weniger als zehn Prozent der Betroffenen diagnostiziert und ausreichend therapiert. Die D-A-CH-Gesellschaft Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat dazu das Projekt "CaRe High" ins Leben gerufen. Damit sollen Menschen mit einem erhöhten Risiko für FH ermutigt werden, sich untersuchen und bei entsprechender Diagnose in ein Register eintragen zu lassen. Mittels eines sogenannten Kaskadenscreenings können dann Verwandte ersten und zweiten Grades angesprochen werden, um sich ebenfalls untersuchen und gegebenenfalls rechtzeitig behandeln zu lassen. Unter www.checkdeinherz.de gibt es alle Informationen zum Projekt oder auch direkt von Projektkoordinatorin Dr. Nina Schmidt unter der Mobilfunknummer 0173-1889272.

Hinweise auf familiäre Hypercholesterinämie

Ob man selbst zum Kreis der FH-Betroffenen gehören könnte, lässt sich zum Beispiel anhand folgender Fragen eingrenzen: Habe ich nahe Verwandte, die schon früh einen hohen Cholesterinwert hatten? Gibt es Familienmitglieder, die schon mit unter 60 Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben bzw. bin ich selbst davon betroffen? Und ist mein Cholesterinwert überhöht? Treffen einer oder mehrere dieser Punkte zu, sollte man mit seinem Arzt über die Möglichkeit einer FH sprechen.

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