Sehenswürdigkeiten in Wolframs-Eschenbach

Bis heute zählt Wolframs-Eschenbach zu der Reihe von fränkischen Städten, die im Kern noch von Mittelalter und Renaissance geprägt sind. Der Ort ist Dichter- und Ordensstadt in einem.

Hier finden Sie eine große Anzahl an Sehenswürdigkeiten, von dem Liebfrauenmünster über die Prachtstraße und die Prachtbauten rund um den Marktplatz.

Liebfrauenmünster in Wolframs-Eschenbach

Bereits für das Jahr 1236 ist ein Haus des Deutschen Ordens in Eschenbach nachweisbar. 1253 traten erstmals ein Komtur und sechs weitere Brüder der örtlichen Kommende urkundlich in Erscheinung. Sie waren in dieser Zeit damit beschäftigt, eine neue große Ordens- und Pfarrkirche zu errichten.

Die Stadtbefestigung in Wolframs-Eschenbach

Graben, Türme und Mauern entstanden im Wesentlichen in der Zeit zwischen 1332 und 1440. Im Bereich des Oberen Tores ist bis in die Gegenwart hinein die trutzige Wehrhaftigkeit der städtischen Befestigungsanlage gut
zu erkennen.

Die Prachtstraße in Wolframs-Eschenbach

Nach einem Stadtbrand um 1410 verwandelte man die Hauptstraße in eine Prachtstraße. Im Laufe der Zeit entwickelte sich ein spannungsreiches Mit- und Gegeneinander von hoher Kirchturmfassade und geschwungener Straßenanlage. Nach dem Durchschreiten des Oberen Torturms wird der Besucher wie von einem Zauberstab nach vorne gelockt.

Foto: Natascha Meier

Rund um den Marktplatz in Wolframs-Eschenbach

Nach Rückschlägen durch die Reformation reifte beim Deutschen Orden die Idee heran, das Zentrum der Stadt repräsentativ zu erneuern. Im Geist der Renaissance rückte man neben das Gotteshaus das Zeichen weltlicher Macht. Wie schon erwähnt, wurde noch vor 1600 die neue Vogtei errichtet, parallel dazu schob man um 1596/97 in den Kirchhof hinein die neue Zehntscheune.

Das Pfründehaus in Wolframs-Eschenbach

In der Färbergasse liegt das Pfründehaus. Der traditionelle Name deutet darauf hin, dass hier ursprünglich ein Geistlicher wohnte. Im Gegensatz zu den umliegenden älteren Häusern ist das Gebäude zweigeschossig und drückt Wohlstand aus. Es stammt von 1410 und hat sich seinen originalen Zustand weitgehend bewahrt: insbesondere sein formenreiches Krüppelwalmdach, das wie ein Hut raffinierten Schatten spendet.

Das Alte Schulhaus in Wolframs-Eschenbach

Neben dem Pfründewesen lässt sich die Tradition einer städtischen Schule bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Östlich des Münsters entstand 1598 das so genannte Alte Schulhaus, das 1886 erweitert wurde. Die Stellung des Gebäudes ist ein Meisterstück. Der Westgiebel sitzt auf der Kirchhofmauer auf, während die darunter verlaufende Färbergasse mit einem Bogen überspannt wird. Auf diese Weise kann sich die östliche Ausrichtung der Kirchendächer mit der Längsseite des Schulhauses fortsetzten. Vom Schulgässchen aus gesehen, staffeln sich in verwegenen Schüben große Baumassen den Hang hinauf.

Das Pfarrhaus in Wolframs-Eschenbach

Nordöstlich um das Liebfrauenmünster herum haben sich Spuren eines geistlichen und schulischen Viertels erhalten: Das Pfarrhaus wurde 1975/76 in Anlehnung an den Vorgängerbau von 1667 neu errichtet und dabei leicht nach Westen versetzt. Teilweise original ist das frühbarocke Portal mit gesprengtem Giebel und den bunten Wappen der Deutschordensherren.

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