Sehenswürdigkeiten in Weißenburg - Fränkisches Seenland

Kultur auf Schritt und Tritt

Die historische Altstadt der ehemaligen Römer- und Freien Reichsstadt Weißenburg, überragt von der Hohenzollernfestung Wülzburg, lädt zu reizvollen Stadtentdeckungen ein.

Reichsstädtische Sehenswürdigkeiten wie Ellinger Tor und Altes Rathaus, idyllische Ruheoasen wie Klostergarten und Seeweiher oder das römische Erbe offenbaren 2000 Jahre Geschichte. Sie sind das Thema unterhaltsamer Stadtführungen, lassen sich aber natürlich auch auf eigene Faust erkunden und mit Musemsbesuchen oder einem gemütlichen Altstadtbummel verbinden.

Alte Lateinschule in Weißenburg

Weissenburg zur Zeit der Renaissance - Das Haus Martin-Luther-Platz Nr. 9 beherbergte seit 1581 die bekannte Weißenburger Lateinschule (bis 1806), vorher Katharinenkapelle. Lage: Martin-Luther-Platz Nr. 9, gegenüber von der St. Andreaskirche, Bushaltestelle: Wendeschleife Zentralschule (70 m).

Altmühlübergang bei Gunzenhausen

Von Westen her kommend, zieht der Limes über mehrere Kilometer geradlinig in Richtung Schlossbuck bei Gunzenhausen. Hier, etwas nördlich des Parkplatzes, trifft er auf die Altmühl, durch die - nach Einteilung der Reichslimeskommission - gleichzeitig das Ende der Limesstrecke 13 und der Beginn der Strecke 14 bestimmt wurden.

Am Hof in Weißenburg

Der Name soll auf den fränkischen Königshof hinweisen, der 867 erstmals urkundlich erwähnt wird und dessen Anfänge wohl bis ins 7./8. Jahrhundert zurückreichen. Die Lage dieses Königshofes, eine der Keimzellen Weißenburgs, wird heute allgemein im Bereich zwischen dem Platz Am Hof und der Andreaskirche vermutet. Die Häuser und der Platz wurden im Rahmen der Städtebauförderungsmaßnahmen umgestaltet und der ehemalige Brunnen vom "Saumarkt" hierher verlegt.

Doerflervilla in Weißenburg

Spätklassizistische Anlagen mit flachen Walmdächern, 1872 von Wilhelm Tröltsch aus der gleichnamigen Fabrikantenfamilie nach Plänen des Stadtbaumeisters Waidenschlager erbaut. Ab 1904 Dienstwohnung desBürgermeisters und des Chefarztes des damaligen Städt. Krankenhauses.

Ehemaliges Augustinerinnenkloster in Weißenburg

Das ehemalige Augustinerinnenkloster wurde kurz vor 1238 von Kaiser Friedrich II. gestiftet,aber bereits 1296 wieder aufgehoben. Ab 1331 als Spital dem Kloster Wülzburg unterstellt, danach Eigentum der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, seit der preußischen Zeit Weißenburgs (1804-1806) Amtssitz für verschiedene Behörden, heute Teil des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen. Lage: Direkt in der Friedrich-Ebert Straße.

Ehemaliges Wildbad in Weißenburg

Im früheren Stadtgraben der ersten Stadtbefestigung (1376) wurde zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert eine bekannte Badeanlage unterhalten, die nach dem Verlust der Reichsfreiheit (1806) verfiel.

Eichen-Hainbuchenwald Laubenbuch

Südöstlich der Stadt Weißenburg i.Bay. schließt sich an die nördliche Ortsgrenze des Ortsteiles Rothenstein das 1985 ausgewiesene Naturschutzgebiet Eichen-Hainbuchenwald Laubenbuch mit einer Größe von ca. 20,5 ha an.

Ellinger Tor in Weißenburg

Das Ellinger Tor ist eines der schönsten Stadttore der Bundesrepublik. Ursprünglich ein Teil der Stadtmauer, wurde im 14. Jahrhundert der Torturm gebaut (Obergeschoß 17. Jh.), um 1520 waren Vorwerk und Wehrgang fertiggestellt.

Festung Wülzburg bei Weißenburg

Oberhalb von Weißenburg auf der mit 630 m höchsten Bergkuppe der südlichen Frankenalb liegt die alte ansbachische Hohenzollernfestung Wülzburg, ein eindrucksvolles und einzigartiges Denkmal des Renaissancefestungsbaus in Deutschland.

Führungen in Weißenburg

Für Stadtentdecker: Führungen und Exkursionen – regelmäßig oder buchbar – für Gruppen und Einzelreisende. Rundgänge durch die historische Altstadt von Weißenburg, Streifzüge in die römische Geschichte oder hinauf auf die stolze Hohenzollernfestung Wülzburg – engagierte Gästeführer informieren Sie gerne.

Fünfeckturm Weißenburg

Es handelt sich hier um einen Teil der hier als Zwinger erhaltenen Stadtmauer mit dem Fünfeck- oder Pulverturm, einem der 38 erhaltenen Türme der ehemaligen Stadtbefestigungen. Lage: Gegenüber vom Pakhaus Deorflervilla, nächste Bushaltestelle: Wendeschleife Zentralschule (50 m).

Holzmarkt in Weißenburg

Den Platz, auf dem früher das Brenn- und Bauholz für das Handwerk gelagert war, umrahmen die stattlichen Fassaden der Bürgerhäuser von der Spätgotik bis zur Barockzeit. Beachtung verdienen besonders die Wirtshausausleger mit den Familienwappen und der Kaiser-Ludwig-Brunnen. Lage: In der Luitpoldstraße, gegenüber des Kulturzentrum Karmeliterkirche.

Kaiser-Ludwig-Brunnen in Weißenburg

Kaiser Ludwig der Bayer hat 1338 mit seiner Waldschenkung die Grundlage des großen Stadtwalds gelegen. Aus Dankbarkeit errichteten ihm die Weißenburger Bürger 1903 den nach ihm benannten monumentalen Brunnen. Lage: Direkt in der Luitpoldstraße.

Kastell bei Gnotzheim

Das Kastell Gnotzheim, 6 km hinter dem Limes gelegen, wurde von Dr. H. Eidam im Auftrag der Reichslimeskommission in den Jahren 1889-1892 und 1905 untersucht. Damals wurden der Grundriss des Steinkastells mit der Principia aufgenommen.

Kastell Biriciana - Kastell Weißenburg

Das Kastell Weißenburg, auch Biriciana genannt, befindet sich am westlichen Rande der Stadt. Es liegt dort auf einer leichten Bodenwelle oberhalb der Schwäbischen Rezat in einer Entfernung von etwa fünfeinhalb Kilometern südlich des Limes.

Kastell Gunzenhausen

Das Kastell Gunzenhausen konnte bisher wegen der dichten Überbauung nur in kleinen Einschnitten untersucht werden. 1897 stellte der Streckenkommissar, Dr. H. Eidam, mit der Süd- Ost- und Nordfront immerhin die Lage des Kastells 300 m südlich der Limesflucht und das nördliche Kastelltor fest.

Kastell Oberhochstatt bei Weißenburg

Das Areal mit dem Kastell Oberhochstatt befindet sich 400 m nördlich vom Ortsrand im Zwickel der Straßen nach Indernbuch und Burgsalach. Es handelt sich um ein Holz-Erde-Kastell, dessen Existenz schon zur Zeit der Reichslimeskommission bekannt war, sein genauer Standort aber erst durch die Luftbildarchäologie bestimmt werden konnte.

Kastell Sablonetum bei Weißenburg

Ohne Sichtverbindung zum Limes, aber nur 1,7 km von ihm entfernt, befindet sich östlich der Stadt Ellingen das Kastell Sablonetum. Nach der Entdeckung der Kastellbefunde durch W. Kohl 1895 an dieser Stelle und den umfangreichen Untersuchungen wurde anschließend die Nordfront des Bodendenkmals als Teilrekonstruktion sichtbar gemacht.

Kastell Theilenhofen

Die nördlich an den Ort Theilenhofen anschließende Feldflur war einst der Standort des Kastells Theilenhofen mit zugehörigem Vicus, einem Kastellbad und einem früheren Holz-Erde-Kastell.

Kleinkastell bei Raitenbuch

An Ort und Stelle ist vom Befund vom ca. 20 x 20 m messenden Kleinkastell Raitenbuch nur die unruhige Oberfläche des Waldbodens geblieben. Es gibt vor Ort keine Anhaltspunkte für die genaue Position des Grundrisses. Die schwachen linearen Erhebungen deuten deshalb auch nur ungefähr die Lage des Kleinkastells an.

Kleinkastell Gunzenhausen

Das Kleinkastell Gunzenhausen auf dem Hinteren Schlossbuck ist das erste einer Reihe von neun nachgewiesenen Kleinkastellen am Limes auf dem Gebiet des Naturpark Altmühltal zwischen Gunzenhausen und der Donau. Diese sind nach den Türmen ein logistischer Bestandteil der vordersten Linie, weshalb auch ein dichteres Netz an Kleinkastell als bisher bekannt zu vermuten ist.

Klostergarten des Karmeliterklosters

Der Klostergarten des 1325 gestifteten Karmeliterklosters wurde lange als Brauereihof genutzt. Nach dem Ankauf durch die Stadt wurde der Garten im Jahre 2000 in Anlehnung an historische Vorgaben gestaltet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Größe: 719 qm, frei zugänglich.

Copyright Foto: W. Schmidt 2008 - Stadt Weißenburg

"Limesallee" (Markierung der Limesflucht)

Auf der Höhe zwischen den Turmstellen Wp. 14/22 und Wp. 14/23 wurde im Zuge der Flurneuordnung eine Obstbaumreihe, die sog. "Limesallee" gepflanzt. Sie deutet an originaler Stelle schon von Ferne den Verlauf der Limesmauer an, von der vor Ort keine Befunde im Gelände mehr sichtbar sind.

Copyright Foto: Stadt Wißenburg - W.Schmidt

Limeswall bei Höttingen

Am beginnenden Aufstieg zur Fränkischen Alb wird an der östlichen Seite des Felchbachtales an Einzelsteinen die Lage der Mauer erkennbar. Ab der folgenden Lichtung ist am Waldrand und, weiter im Wald, der ungestörte Steinwall fast 400 m weit in einer Höhe bis 80 cm und in einer Breite von 5 - 6 m erhalten.

Marktplatz mit Schweppermannsbrunnen

Der Marktplatz liegt im südlichen Bereich der drei T-förmigenverlaufenden ehemaligen Hauptverkehrsachen der Stadt. Der bereits 1548/49 errichtete, 1685 erneuerte Brunnen, ursprünglich "Schöner Brunnen", erst in neuerer Zeit (ab 19. Jh.) als "Schweppermannsbrunnen" bezeichnet.

Milleniumsbrunnen in Weißenburg

Der Milleniumsbrunnen wurde zum Schuljahresbeginn 2000/2001 in Betrieb genommen und hat eine Grundfläche von drei mal drei Metern. Er ist aus Kalkstein und Bronze geschaffen und wurde von der Stadt als Schlußpunkt zur Neugestaltung des Platzes Auf der Kapelle in Auftrag gegeben.

Museen in Weißenburg

Der größte römische Schatzfund Deutschlands ist im Römermuseum in Weißenburg zu bestaunen. Im Reichsstadtmuseum wird neben Exponaten zu Reichsgeschichte und Reichsverfassung auch die reichsstaatliche Sonderform der Reichsstädte erklärt. Historie am Originalschauplatzerleben, das ist der besondere Charme zweier kleiner Weißenburger Museen: Im Apothekenmuseum & Brauereimuseum.

Neues Rathaus in Weißenburg

Erbaut Ende des 17. Jahrhunderts als Weinlokal "Goldene Taube" an Stelle einer im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Apotheke, im 18. Jahrhundert Gold- und Silbertressenmanufaktur. Das an zentraler Stelle der Stadt errichtete Haus ist seit 1828 in städt. Besitz und beherbergt seit 1920 Teile der Inneren Verwaltung.

Copyright Foto: Stadt Weißenburg - W.Schmidt

Römerstraße durch den Raitenbucher Forst

Im dem Abschnitt von Burgsalach (Wp. 14/46) bis zum Limesknie bei Petersbuch (Wp. 14/56) verläuft eine Römerstraße vom Kastell Pfünz bis zum Burgus bei Burgsalach über 6 km in schnurgerader Linie ca. 1,5 km parallel hinter der Limesmauer.

Römische Thermen in Weißenburg

Große, außergewöhnlich gut erhaltene Bäderanlage aus der Zeit der Römer. Als im Frühjahr 1977 unweit des großen Römerkastells Biriciana die Baggerarbeiten für den Bau einer Reihenhäuserzeile einsetzten, stieß man schon bald auf die massiven Grundmauern einer großen Bäderanlage.

Schanzmauer mit Scheibleinsturm in Weißenburg

Der einzige noch existierende runde Turm der Stadtmauer, der Scheibleinsturm war lange Zeit eines der Gefängnisse der Stadt. Die schmale Gasse an der Innenseite verläuft auf dem aufgeschütteten Wall.

Seeweihermauer in Weißenburg

Vor dem östlichen Stadtmauerbereich aus dem 14./15. Jahrhundert, zwischen dem abgerissenen Obertor (1874) und der Oberen Stadtmühlgasse („Knebberlesbuck"), ist heute noch der gefüllte Befestigungsgraben zu sehen. Alte Karten von Weißenburg zeigen, dass früher auch weitere Grabenbereiche (im Westen) ständig, der Rest nur im Verteidigungsfall, mit Wasser gefüllt waren.

Spitalkirche in Weißenburg

Kirche und Spital erbaut ab der Mitte des 15. Jahrhunderts über dem zugeschütteten ersten Stadtgraben. 1728/29 Barockisierung durch den Eichstätter Hofbaumeister Gabriel de Gabrieli. 

Stadtgarten in Weißenburg

Der frühere Krankenhausgarten wurde 1985 zusammen mit benachbarten Flächen in eine stadtnahe Parkanlage mit Teich und Spielplatz umgestaltet. Der Stadtgarten liegt zwischen dem Stadtbachweg und der Geheimrat-Dr.-Dörfler-Straße.

St. Andreaskirche in Weißenburg

Um 1300 Beginn mit dem dreischiffigen Langhaus, ab 1425-1465 der Hallenchor, dabei Verschiebung der Längsachse in südlicher Richtung. Der "Knick" in der Achse entstand aus der wahrscheinlich nicht geplanten Notwendigkeit, das Langhaus mit dem neu gebauten Hallenchor verbinden zu müssen.

St. Gunthildiskapelle bei Suffersheim

Sehenswert sind sowohl die mittelalterliche Wallfahrtsstation, von der zwei Bauphasen archäologisch freigelegt wurden, als auch der Neubau von 1995: Er hat die Form eines Ammoniten. Geöffnet 10 bis 16 Uhr, Führungen um 10, 11, 14 und 15 Uhr.

Stichvillenpark in Weißenburg

Der Park wurde 1883 um die klassizistische Gartenvilla im Stil der Englischen Gärten angelegt. Die Anlage wird vom Seeweiher, dem Schulviertel und dem Verkehrsübungsplatz begrenzt.

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