Sehenswürdigkeiten in Roth

Ob in der Stadt Roth, in den 16 Städten und Gemeinden des Landkreises Roth, im Fränkischen Seenland, im Großraum Nürnberg oder dem Naturpark Altmühltal - in Roth und Umgebung gibt es ein vielseitiges und attraktives Freizeitangebot, das für Jedermann das Passende bereit hält.
Ein Aufenthalt bei uns wird sicherlich nicht langweilig.

Quelle Fotografien: Stadt Roth

Museen der Stadt Roth

Mit dem Museum Schloss Ratibor, dem Fabrikmuseum und dem Museum Historischer Eisenhammer Eckersmühlen bietet die Stadt Roth eine interessante und vielfältige Museumslandschaft an.

Schloss Ratibor in Roth

Der Bau der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach zählt zu den gut erhaltenen Beispielen von Schlossbauten der deutschen Frührenaissance.  Georg der Fromme errichtete 1535-1538 in seiner Oberamtsstadt Roth dieses repräsentative Jagdschloss. Ausschlaggebend waren der Wald- und Wildreichtum in der Umgebung.

Luitpold-Denkmal vor dem Schloss Ratibor in Roth

Auf Anregung des Malers Anton Seitz und mit Unterstützung Wilhelm von Stiebers stiftete die Stadt Roth dieses Denkmal zum 70. Geburtstag des Prinzregenten Luitpold (12.3.1891). Es ist eine Arbeit der Rother Steinmetzen Hemmeter und Brunner.

Evangelische Stadtkirche - Kirchplatz

Patrozinium „Zu unserer lieben Frau". Spätgotischer Bau von 1511-1513 unter Beibehaltung des romanischen Turmes erbaut. 1738 erfolgt der Umbau in eine Saalkirche im Markgrafenstil durch den markgräflichen Baumeister Johann David Steingruber. Nach dem Turmbrand 1878 wurde ein neuer Turm in der Mittelachse des Kirchenschiffes errichtet. Im Inneren eine bemerkenswerte Figur der Heiligen Katharina (um 1520) sowie Epitaphien und Grabplatten aus dem 16./17. Jh. Neugotische Innenausstattung.

Katholische Kirche - Ratiborer Straße

Patrozinium „Mariae Aufnahme in den Himmel“. 1898 im neugotischen Stil errichtet. Um- und Erweiterungsbauten 1966. Einige wertvolle gotische Seitenaltäre (aus Rednitzhembach), darunter ein Schreinaltar aus dem 16. Jahrhundert mit Darstellung „Kreuzauffindung durch Kaiserin Helena“.

Kreuzkirche - Münchener Straße

1625 erbaut auf dem schon 1534 angelegten Friedhof. Im 30-jährigen Krieg wurde der Innenraum der Kreuzkirche völlig zerstört. Ende des 18. Jahrhunderts ist sie deutlich vergrößert worden. Als künstlerischer Beitrag sind 1903 fünf farbige Kirchenfenster (Hofglasmaler v. Zettler, München) eingefügt worden. Eine umfangreiche Renovierung mit Anbau einer Sakristei erfolgte im Jahr 1983.

Haus Mehl - Kugelbühlstraße 1

Altes Bürgerhaus, erbaut um 1700. 1901 renoviert und mit einer Stuckfassade versehen von dem Handwerksmeister, Feuerwehrkommandanten und Mitglied des Gemeindekollegiums Konrad Hofer. Restauriert 1981-83 von der Familie Mehl.

Stadtmauer

Reste der einst mit Türmen bewehrten Stadtmauer sind noch zu sehen am Kugelbühl, hinter der Sparkasse und der sogenannten Kanzlei sowie an der Stieberstraße. Drei Tore führten in die Altstadt: südlich der Rothbrücke das „Untere Tor“, östlich des Schlosses das „Obere Tor“ und beim Seckendorff-Schlösschen das erst 1719 errichtete „Neue Tor“. Diese Torbauten wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts als „Verkehrshindernisse“ abgerissen.

Seckendorff-Schlösschen - Hilpoltsteiner Straße 2a

1768 von Oberamtmann Robert von Seckendorff in der neuen Vorstadt am Neuen Tor erbaut. 1797 im Besitz des Kameralamtmannes Heuber. Treppenhaus, Saal und Seitenflügel stammen aus seiner Zeit. 1828 von der Stadt erworben. Ab 1856 Dienstbotenspital. 1884-1937 Städt. Krankenhaus. Renovierung 1980. Seit 1989 Sitz der Volkshochschule.

Kugelbühlplatz - Kugelbühlstraße

Entstand bei einer mittelalterlichen Stadterweiterung. Hier finden sich einige alte Häuser, teils gut restauriert. Bemerkenswert das Fachwerkhaus Nr.23 ca.1650. Im Haus Nr. 44 befand sich die Synagoge. Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde, die sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, wohnten zum größten Teil, bis zu ihrer Vertreibung und Ermordung im 3. Reich, hier – deshalb früher Judengasse genannt.

Neues Rathaus - Kirchplatz 2-4

Ehemaliges Schulhaus, nach dem Brand von 1878 wieder aufgebaut; wird 1903 Sitz der Stadtverwaltung. Hier stand einst ein 1533 errichtetes repräsentatives Gebäude, dessen Besitzer von allen bürgerlichen Lasten befreit war, deshalb „Freihaus“ genannt. Von 1621 bis 1625 wurden darin markgräfliche Kippermünzen geprägt (Münzen mit geringem Silber- oder Kupfergehalt). Heute ergänzt durch einen modernen Erweiterungsbau.

Altes Rathaus - Hauptstraße 14

1758/59 erbaut. An der Nordseite des Barockbaues Giebelfigur der Justitia sowie das von zwei Adlern gehaltene, mit dem Markgrafenhut bekrönte herrschaftliche Wappen. Westseite: Verkündaltan. Im Süden Wappenstein von 1533 mit brandenburgischem Adler und Zollernschild vom Vorgängerbau.

Post - Hauptstraße 20

Schönes Beispiel des Jugendstils. 1904/05 erbaut, 1987-89 restauriert. Auf diesem Areal stand einst der geräumige Gasthof „Zum Schwarzen Bären“. Er musste Ende des 19. Jahrhunderts einem modernen Hotelneubau weichen. Dieses Hotel „Zur Post“ wurde bereits 1899 durch ein Feuer vernichtet, der Brandplatz dann an die Kgl. Bayerische Post verkauft.

Markgrafen-Brunnen am Markt - Marktplatz

1757 von der Stadt Roth als Geschenk für den Landesherrn Carl Wilhelm Friedrich erbaut. Die barocke Brunnensäule zieren seine Initialen „CWF“, drei wasserspeiende Köpfe und ein Frauenporträt. Gekrönt vom Brandenburgischen Adler als Herrschaftssymbol.

Gasthaus "Zur Weintraube" - Hauptstraße 30

Erste Erwähnung vor 1529. Lange Zeit Taverne mit Backrecht. Zweigeschossiger Bau mit einem durch Gesimse gegliederten Giebel (Renaissance) und einem Rundbogenportal. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der Hof der Traube aufgelassen zur Anlage der Traubenwirtsgasse, nunmehr Traubengasse.

Alte Kanzlei - Hauptstraße 38, 40-44

Hausnummer 38: Standort des Amtshauses der markgräflichen Herrschaft (1531 erwähnt). Später Stadtschreiberhaus. Jetziges Bauwerk von 1724.
Hausnummern 40-44: Einst Sitz der Amtmänner. Zur Anlage gehörten neben Wohnhaus und Stallungen auch Getreideschütte, herrschaftlicher Salzstadel und Backofen.

Gauklerbrunnen - An der Freiung

Durch den Bau der Valentin-Passage entstandener idyllischer Fußweg entlang der Stadtmauer mit schönem Blick auf die Altstadt. Der Gaukler-Brunnen von Thomas Volkmar Held entstand aus einem Bierkühler der ehemals hier stehenden Brauerei Valentin. Der Name „Freyung“ weist auf das alte kaiserliche Asylrecht in Roth hin.

Riffelmacherhaus - Hauptstraße 43 (Markgrafenapotheke)

Eines der schönsten Fachwerkhäuser in Franken. Das Kellergewölbe Stammt aus dem späten Mittelalter, der dekorative Oberbau mit den Ecktürmchen aus dem 17. Jahrhundert. Besitzer waren wohlhabende Ackerbürger und Bierbrauer.

Hotel "Leone" - Allersberger Straße

Wahrscheinlich Standort des Meierhofes des Bamberger Domkapitels in der alten Siedlung Roth, der späteren „Unteren Vorstadt“. Als Gasthof früheste Erwähnung 1536. Seit 1646 unter dem Namen „Zum Cornet“, ab 1796 als „Schwarzer Adler“ bedeutender Gasthof mit großen Stallungen.

Willy-Supf-Platz

Einstiger Dorfplatz, älter als der Marktplatz. Standort des ehemaligen „Meierhofes“ (siehe Nr. 15) und „Unterer Mühle“, früher Supf’sche Stanniolfabrik. Alter Industriestandort direkt am Fluss Roth. Gegenüber befand sich die 1534 abgetragene Nikolauskapelle.

Städtler-Brunnen - Vor der Kauernhofer Brücke

Nach einem Entwurf von Prof. Rössner, Nürnberg, 1909 von der Stadt errichtet, zur Erinnerung an den 1689 geborenen Sebald Städtler. Er hatte seiner Vaterstadt sein als kaiserl. Proviantverwalter in den Türkenkriegen erworbenes Vermögen zur Einrichtung eines Altmänner-Spitals vermacht.

Bürgerhaus/Kulturfabrik - Stieberstraße 7

Das im Frühjahr 1992 fertig gestellte Bürgerhaus der Stadt Roth fußt auf einer Fabrikhalle der Leonischen Werke aus dem Jahre 1906. Grundmauern und Teile der Wände sind in den neuen Bau integriert. Leonische Werke und Bürgerhaus stehen auf dem Gelände der ehemaligen „Pulvermühle“. Heute ziehen die Veranstaltungen der Kulturfabrik Besucher aus nah und fern an.

Jugendhaus - Neues Gässchen 3

Das ehemalige Plätthaus der Leonischen Drahtfabrik (Joh. Balth. Stieber) diente von 1860 bis 1898 der kleinen katholischen Gemeinde als provisorische Kirche. Seit 1991 ist es zum „Jugendhaus“ der Stadt Roth umgebaut worden.

Stadtbräustüberl - Hauptstraße 39

Bürgerhaus aus der Mitte des 17. Jahrhunderts mit malerischem Giebel. Umgebaut von dem markgräfl. Kastner Simon Weichselbaum (im Amt von 1727-1754). Geburtshaus des Malers und Illustrators Ferdinand Rothbart (1823-1899). Bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts Stadtbräustüberl, dann Sitz der Stadtwerke. z. Zt. ohne Nutzung.

Stieberhaus - Hauptstraße 33a

Bürgerhaus mit Familienwappen der Stieber an der Nordseite. Erbaut im 15./16. Jh. Umgebaut Mitte des 18. Jh., damals im Besitz des Gründers und Inhabers der leonischen Drahtfabrik, Joh. Balth. Stieber. Geburtshaus von zwei berühmten Persönlichkeiten Roths: Sebald Städtler, ein Schmiedssohn und späterer Kaiserl. Proviantverwalter (1689) und Anton Seitz, Akademie-Prof., Genremaler und erster Ehrenbürger von Roth (1829). Später Poststation, städt. Bürgermeisterhaus, Privatklinik und Geschäftshaus.

Obere Mühle + Fabrikmuseum

Seit Beginn des 15. Jahrhunderts nachweisbar. Neben Nutzung als Mahlmühle zeitweise auch Kupferhammer und Drahtzug. Ältester Industriestandort Roths. Ab 1901 Elektrizitätswerk der Stieber’schen Leonischen Drahtwerke. Ausgangspunkt eines schönen Spazierweges im Rothgrund. Nebenan im Gebäude Obere Mühle 4 lädt das Fabrikmuseum der Leonischen Industrie zum Besuch.

Weitere sehenswerte Kirchen in den Rother Ortsteilen

Nicht nur im Stadtkern von Roth selbst, sondern auch in den Rother Ortsteilen gibt es einige sehenswerte Kirchen, die der Besucher von Roth unbedingt besuchen und erkunden sollte.

Via Historica

Entlang der "Via Historica" entdecken Sie viele kulturhistorisch interessante Kirchen, Burgen und Schlösser. Die historischen Ortskerne haben für jeden, der sich für Geschichte, Kunst und Kultur intererssiert, etwas zu bieten. Auch archäologische Zeugnisse, beispielsweise aus der Zeit der Kelten, können besucht werden. Manchmal sind dazu kleine Abstecher von der Hauptroute nötig, die sich jedoch mit Sicherheit lohnen. Die "Via Historica" ist eine etwa 130 km lange Rundtour im südlichen Landkreis Roth, die sich am besten mit dem PkW "er-fahren" lässt. Startpunkt ist die Kreisstadt Roth. Von hier verläuft die Tour zunächst in westlicher Richtung nach Abenberg und führt dann Richtung Süden über Spalt, Georgensgmünd und Röttenbach durch das Fränkische Seenland. Über Heideck erreicht man die südlichsten Orte der Strecke, Thalmässing und Greding im Naturpark Altmühltal. Von dort aus geht es in nördlicher Richtung nach Freystadt in der benachbarten Oberpfalz und über Allersberg und Hilpoltstein zurück zum Ausgangspunkt nach Roth.

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