Kleiner geschichtlicher Überblick

Um 100 nach Christus - Grenzgebiet zwischen Germanen und dem Römischen Reich. Die Demarkationslinie wurde durch den Limes gebildet; dieser verläuft gut erkennbar hart nördlich von Pfofeld in West-Ost-Richtung in der Flur.

107 n. Chr. - südlich des Dorfes das Kastell Iciniacum.  

Ab 732 - Christentum. Der Ortsname "Pfofeld" leitet sich wahrscheinlich her von: offenes Feld am Pfahl - Schreibweisen: 1208 Phalvelt; dann Phanveld, Pfafelt, Phabfelt, Pfordtfeld, Pfohefeld. Die Pfofelder Gemarkung ist römisches, später fränkisches Staatsland mit königlicher Eigenkirche. Pfofeld ist also alte Urpfarrei, deren Sprengel sich durch fortschreitende Rodung in das Waldgebiet nördlich des Limes ausweitete und schließlich im Hochmittelalter die Außenorte Gundelshalm, Rehenbühl, Langlau und Absberg umfaßte.

um 1200 -  Pfofelder Burg von den Grafen Hirschberg erbaut. Sie befindet sich westlich von Pfofeld im Haag auf einem vorspringenden Bergsporn. Der Grundriß mit Hügel und Trockengraben ist noch gut zu sehen. Leider ist heute über die Geschichte der Burg nichts mehr bekannt.

1327 - Absberg selbständige Pfarrei

1484 - Ältester Pfofelder Grenzbrief

1538 - evangelische Reformation. Leonhard Reitze war erster lutherischer Pfarrer.

1618-1648 - Dreißigjähriger Krieg.

1627 - Pest, über die Hälfte der Einwohner (248 Menschen) starben.

1631 bis 1633 - Wallenstein und seine Feldherren verwüsteten die Gegend. Viele Einwohner flüchteten oder starben.

1648 - Friedensfest in Petrus Schilfarth (seit 1633 Pfarrer von Pfofeld)

1732 - Einwanderung österreichischer evangelischer Exulanten aus Salzburg, die zur Auswanderung gezwungen wurden.

1792 - Durch das Markgrafentum Ansbach an  das Königreich Preußen.

1804/05 - Bau des Pfarrhauses.

1806 - Altmühlfranken ging an das Königreich Bayern.

16. bis zum 19. Jahrhundert - Flurumritt alle 3 Jahre
 
seit  1901 - Flurumritt alle zwölf Jahre - Der Sinn des Flurumritts ist die Erhaltung der Flurgrenzen und Kenntnis davon, außerdem Schutz des allmächtigen Gottes vor Hagel und den Naturgefahren. Der älteste Pfofelder Grenzbrief ist aus dem Jahr 1484.
Die Einwohner danken mit diesem Zug durch die Felder für Gottes Schöpfung und ihre Bewahrung. Die Pfofelder bitten um Gottes Schutz und Segen für ihr Dorf und seine Fluren jetzt und in Zukunft.

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