Verwaltungsgebäude in Nennslingen aus dem 17. Jahrhundert

Im alten Nennslinger Ortskern ist das sog. Hohe Haus bis heute erhalten geblieben.
Es dient seit 1978 als Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Nennslingen.

Es wurde im Jahr 1562 von Herrn Konrad von Ehenheim zu Geyern als Amthaus und Wittibsitz für seine Mutter erbaut. Diesem Zweck diente es etwa 100 Jahre.

Über die Töchter der Witwe Ehenheimerin gelangte es danach in den Besitz des Freiherrn von Freiberg von dem es ein Richter Schwenter sen. gekauft hat. Seit dieser Zeit war es auch Richterhaus. Allerdings blieb es nur kurze Zeit im Eigenbesitz der Richter und wurde im Jahr 1718 an die Schenken von Geyern verkauft.

Nach dem Erwerb des Hauses durch die Schenken diente es als Amtssitz der syburgischen Richter. Mit der Auflösung des Nennslinger Marktgerichts und Einverleibung in das bayerische Landgericht Raitenbuch war das alte Amtshaus nicht mehr notwendig und wurde vermietet und später privat verkauft.
1839 wurde dann das ehemalige Amtshaus von der Gemeinde erworben und diente danach vielen Generationen als Schulhaus.

Erst im Jahr 1979, nach Fertigstellung des modernen Schulgebäudes verließ die letzte Schulklasse das Gebäude.
Schon seit der Gebietsreform 1978 war es jedoch Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Nennslingen und zeugt noch heute von der einstigen Bedeutung des alten Marktortes.

Aus "Chronik des Marktes Nennslingen", Dr. Deutscher

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