Haundorf im Fränkischen Seenland

Nördlich von Gunzenhausen eingebettet zwischen Mönchswald und dem Altmühlsee liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Haundorf.
Die Gemeinde Haundorf hat über 20 Ortsteile von denen hier nur die wichtigsten ausführlicher beschrieben werden.

Ortsteile in alphabethischer Reihenfolge

Aue
Brand
Brombach ist ein Ortsteil von Haundorf im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und hat etwa 136 Einwohner -
Südlich von Gräfensteinberg, nahe dem Kammerberg (460,1 m) liegt Brombach. Hier entspringt der Reutbach. Der Namensgeber des Ortes ist das Flüsschen Brombach, das durch den Ort fließt. Auch die rund 3,5 km entfernten Brombachseen sind nach ihm benannt.
In der Dorfmitte des Ortes befindet sich die evangelische Filialkirche St. Johannis Baptist. Die dreiachsige Kirche ist mit einer Statue des Heiligen Veit aus dem Jahre 1490 geschmückt. Die Vorgängerkirche wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, weshalb man von 1752 bis 1754 die heutige Kirche baute. 1979 bis 1982 wurden die Nordempore und die Kanzel vom Altar entfernt. Der Altar erhielt ein Bild der Taufe Jesu von 1984.
Dematshof
Eichenberg
mit 215 Einw., 474 m über NN gelegen ist ebenfalls ein Ortsteil von Haundorf im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und war bis zur Gebietsreform 1972 eine selbständige Gemeinde im Altlandkreis Gunzenhausen. Auch diesem Ort wurde das Prädikat staatlich anerkannter Erholungsort verliehen.
Oberhalb des Haundorfer Weihers (Teichlehrpfad) finden wir den Ort zwischen Haundorf und Gräfensteinberg gelegen. Südlich liegt u. a. auch der Eichenberger Weiher. Östlich des Ortes, in zirka 1 km, erhebt sich 500 Meter hohe Eichenberg. Der Wald des Mönchswaldgebietes reicht bis an den Ort haran. Fluren und Wälder laden zum Wandern und Erholen ein. Mit dem PKW oder auch Fahrrad sind die Fränkischen Seen, Altmühlsee und Brombachsee auch leicht und schnell zu erreichen.
Geiselsberg
Geislohe
, ebenfalls ein Ortsteil Haundorfs hat 39 Einwohner. Der Weiler befindet sich bei Gräfensteinberg. Die Bundesstraße 466 führt hier vorbei. Nahe bei Geislohe entspringt der Geislohergraben, der in den Schnackensee mündet. Bis zur Gemeindegebietsreform in Bayern am 1. Juli 1972 war Geislohe ein Ortsteil der Gemeinde Gräfensteinberg.
Gräfensteinberg mit seinen 875 Einwohnern liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 510 m über NN. Seit 1997 ist Gräfensteinberg mit seinen Ortsteilen ein staatlich anerkannter Erholungsort. Der Ort liegt im Fränkischen Seenland zwischen dem Mittelgebirge Hahnenkamm und dem Mönchswald. Eine große Anzahl von gut markierten Wanderwegen laden u. a. in die Gräfensteinberger Heide und auch auf den Naturlehrpfad zum Wandern und verweilen ein. Hier gibt es auch einen tollen Wald-Kinderspielplatz mit Holzspielgeräten und Schutzhütte für die Kleinen.
Bauwerke und Baudenkmäler:
Die Chorturmanlage der evangelischen Kirche St. Martin geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie durch einen Brand schwer beschädigt und später in mehreren Abschnitten renoviert. 1653 und 1681 wurde das Langhaus der Kirche wieder in Stand gesetzt. Die Ausstattung ist im Stil der Neogotik.Aus dem Jahr 1897 ist der Altar. Die drei Epitaphien aus dem 16. bzw. 17. Jahrhundert befinden sich außen an der Südseite der Kirche. Der über 30 Meter hohe Wasserturm beinhaltet zwei ringförmige Wasserkammern, die zusammen 900 m³ Wasser fassen. Außerdem gibt es eine Aussichtsplattform. Östlich von Gräfensteinberg befindet sich ein aus dem Mittelalter stammendes Steinkreuz, das sogenannte  Wolfskreuz. In der Ortsmitte gibt es außerdem einen aus dem Mittelalter stammenden Ziehbrunnen, der 1949 erneuert wurde. In Gräfensteinberg sitzt die Schulleitung der Gemeinde Haundorf. Es gibt eine Bücherei, einen Kindergarten mit einer Gruppe und eine Mittelschule.
Gutzenmühle
Haundorf
ist Hauptort der Gesamtgemeinde mit insgesamt 22 Ortsteilen und war bis 1972 eine selbständige Gemeinde. Haundorf gehörte zum 1792 von Preußen erworbenen Fürstentum Ansbach. Als Teil Ansbachs fiel Haundorf im Vertrag von Paris 1806 durch Tausch an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde. Die ältesten Nachrichten, die sich auf Haundorf beziehen, gehen bis auf das 12. Jahrhundert zurück. Der direkt am Mönchswald gelegene Ort bietet Bademöglichkeiten im idyllischen Haundorfer Weiher sowie im nahegelegenen Altmühsee und im Brombachsee sowie am Igelsbachsee. 150 km markierte Wanderwege in den wildreichen Wäldern und viele Ruhebänke machen den Aufenthalt zu einem erholsamen Urlaub. In Haundorf besteht seit 1998 ein Teichlehrpfad, der einen schon fast wissenschaftlichen Einblick in die Karpfenzucht bietet. Die Gesamtgemeinde Haundorf ist seit 1997 ein staatlich anerkannter Erholungsort und bereits in diesem Jahr konnten mehr als 53.000 Übernachtungen verzeichnet werden. Für die Urlauber wurde im Zuge dieser Auszeichnung "Das Haus des Gastes" mit Kräuter-Garten errichtet. Sehenswert ist die 1449 erbaute Evang.-Luth. Pfarrkirche St. Wolfgang zu Haundorf.
Leidingendorf
Lindenbühl
Neuhof
Obererlbach 
(668 Einw., 450 m über NN) war bis 1976 selbständige Gemeinde und kam damals im Zuge der Gebietsreform in Bayern zur Gemeinde Haundorf. Ortsteile: Thierhof. Zwischen Schwabach und Gunzenhausen, im lieblichen Erlbachtal liegt der Ort an der B 466. Wie  überall in der Gemeinde sind auch hier die Seen gut und schnell zu erreichen. Zur Historie des Ortes lässt sich berichten, dass im 13. Jahrhundert mehrere Herrschaften hier ansässig waren, wie z. B. die Herren von Absberg, Heideck, Pleinfeld, Sulzbürg und Seckendorf. Das 1997 für die Gemeinde verliehene Prädikat Staatlich anerkannter Erholungsort gilt selbstverständlich auch für Obererlbach.
Oberhöhberg hat ungefähr 50 Einwohner und befindet sich auf einer Höhe von 530 m über NN. Der Ort, ebenfalls ein staatlich anerkannter Erholungsort, liegt auf dem Höhberg, einem Höhenzug inmitten des rund 2000 Hektar großen Mönchswaldes. Oberhöhberg liegt an der Straße zwischen Haundorf und Mitteleschenbach und ist von beiden ungefähr 3 km entfernt. Nahe des Ortes befand sich wahrscheinlich ein Burgstall.
Röthenhof
Seitersdorf
Stixenhof
Straßenhaus
Straßenwirtshaus
Thierhof
Unterhöhberg

Radfahren in Haundorf

Tour 1: Zum Brombachsee und Römerbad Theilenhofen ca. 45 km:
Von Haundorf nach Eichenberg - Stixenhof - Gräfensteinberg (schöne Aussicht) Brombach - Brombachtal - Müssighof - Brombachsee - Langlau - Thannhausen - Theilenhofen - Römerbad - Pfofeld - Obenbrunn - Frickenfelden - Brombach - Geislohe - Eichenberger Weiher zurück zum Ausgangspunkt Haundorf.

Tour 2: Ins Rezattal Mountainbike - Tour ca. 40 km:
Von Haundorf nach Leidingendorf - Oberhöhberg - Unterhöhberg - B 466 überqueren Theilenberg - Wernfels - Pflugsmühle (Einkehrmöglichkeit) - Stiegelmühle (Einkehrmöglichkeit) - Spalt - Schnittling (Besichtigung Schnittlinger Loch) - Fünfbronn - Kalbensteinberg (Rieter Kirche), Besichtigung Zigeunerloch - Gräfensteinberg -  Eichenberg zurück zum Ausgangspunkt Haundorf.

Tour 3: Nach Wolframs-Eschenbach - Ornbau - Altmühlsee ca. 45 km:
Von Haundorf nach Lindenbühl - Drei Buchen - Wolframs-Eschenbach - Weizendorf - Großbreitenbronn - Kleinbreitenbronn - Willendorf - Ornbau - Gern - Mörsach -Streudorf - Umrundung Altmühlsee, Möglichkeit einer Schifffahrt - Muhr am See - (evtl. Wehlenberg - schöne Aussicht) zurück zum Ausgangspunkt Haundorf.

Tour 4: Zum Dennenloher See ca. 45 km:
Von Haundorf nach Haundorfer Weiher - Muhr am See - Streudorf - Oberhambach Großlellenfeld - Dennenloher See - Kleinlellenfeld - Unterhambach - Wald - Schlungenhof - Altmühlüberleiter - Heidweiher - Sinderlach - Schnackensee  zurück zum Ausgangspunkt Haundorf.

Tour 5: Seenrundfahrt ca. 60 km:
Von Haundorf nach Eichenberg - Stixenhof - Gräfensteinberg - Geiselsberg (Wasserturmbesichtigung) - Absberg - Aussichtspunkt vor Absberg - Igelsbachsee - großer Brombachsee - kleiner Brombachsee bis Müssighof - Röthenhof - Brombach - Geislohe - Steinberger Weiher zurück zum Ausgangspunkt Haundorf.

Tour 6: Kleine Tour im Mönchswald - besonders geeignet für Familien mit Kindern:

Von Haundorf auf der nach Ortsverbindungsstr. nach Mitteleschenbach - ersten aufgeschotterten Weg in den Wald links - Drei Buchen - geteerter Weg im Wald - Radweg entlang der B 13 - Muhr am See - Radweg Altmühlsee-Rothsee - Dematshof zurück zum Ausgangspunkt Haundorf.

Teichlehrpfad

Deutschlandweit gibt es so gut wie keine Teichlehrpfade, aber hier in Haundorf ist einer der wenigen. Hier wird schon seit langer Zeit die Karpfenzucht betrieben. Auf 8 Tafeln wird hier dem interessierten Besucher die Teichwirtschaft erklärt. Gleichzeitig ist es ein 8 km langer Rundweg in anmutiger Gegend.
 
In der Nähe "Haus des Gastes" am Ortseingang von Haundorf beginnt der Rundgang mit Tafel Nr.1, auf der Sie die Information für die weiteren Hinweistafeln finden:
2. Tafel: über die Weiherlandschaft
3. Tafel: informiert über die Funktion von Teichen
4. Tafel: informiert Sie über die Ernährung der Karpfen
5. Tafel: zeigt die Entwicklung des Karpfens, betitelt "Der lange Weg zum Speisekarpfen"
6. Tafel: gibt einen Überblick über "Nebenfische im Karpfenteich"
7. Tafel: "Teichwirtschaft und Natur"
8. Tafel: "Der Karpfen als Speisefisch"

Wandern in und um Haundorf

Im "Haus des Gastes" liegen verschiedene Wanderkarten für Sie bereit. Es gibt viele markierte Wanderwege in herrlicher Natur sowohl durch Haundorf und seine Ortsteile, als auch durch das Mönchswaldgebiet und den Gräfensteinberger Wald. Nochmals sei auch auf die Wanderwege des Teichlehrpfades hingewiesen.
Ein Naturlehrpfad lädt in Gräfensteinberg ein. Auch können Sie längere, ausgiebige Wanderungen von Haundorf aus zu den  "Fränkischen Seen", Altmühlsee bzw. Kleiner Brombachsee unternehmen.

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