Das Wasserrad in Georgensgmünd - Fränkisches Seenland

Das Wasserrad ist heute ein Wahrzeichen Georgensgmünds.

1983 ließ es die Gemeinde zusammen mit einem neuen Wasserradhäuschen an der Stelle errichten, wo das frühindustrielle Zeitalter des Ortes einst begonnen hatte: ab 1733 stand dort eine Papiermühle an der Fränkischen Rezat. 1861 wurde diese in eine Glasschleife umgewandelt und um die Jahrhundertwende erwarb Johann Schaller das Werk, um polierte Holzwaren herzustellen. An der Stelle des heutigen Wasserradhäuschen errichtete man eines der ersten Elektrizitätswerke im damaligen Landkreis Schwabach.
 
1971 wurde diese erste Gmünder Fabrik abgerissen, um Platz für eine neue Durchgangsstraße zu schaffen. Das Wasserrad selbst hat einen Durchmesser von sechs Metern und wurde von 1912 bis 1966 im Bronzewerk Bechthold verwendet. Die Familie Bechtold schenkte es dann Anfang der achtziger Jahre der Gemeinde. An historischer Stelle wiedererrichtet, erinnert es an die industrielle Vergangenheit Friedrichsgmünds und stellt darüber hinaus einen idyllischen Blickfang für Einheimische und Besucher dar.

Und nicht zuletzt arbeitet es auch: sechsmal in der Minute dreht es sich um seine Achse und erbringt eine Leistung von etwa 7 kW.

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