Das Markgrafenschlößlein in Georgensgmünd - Fränkisches Seenland

1666 ließ der Ansbacher Markgraf Albrecht V. nahe der Brücke über die Fränkische Rezat ein repräsentatives Gebäude erbauen, das nach seinem Sohn benannte sogenannte `Friedrichs-Schlößlein`.

Von 1666 bis 1712 wohnten dort der markgräfliche Wildmeister und der Verwalter des nahegelegenen markgräflichen Schmelzwerkes. Um das Schlößlein herum gruppierten sich kleinere Wohnhäuser, in denen die Dienstboten und Eisenschmelzer mit ihren Familien lebten.

1712 zog die markgräfliche Jagdverwaltung ins neuerbaute Forsthaus nach Petersgmünd um. Damit stellte sich die Frage nach einer einträglichen Nutzungsmöglichkeit für das Herrenhaus, das zur damaligen Zeit das größte Haus weit und breit war. Der Markgraf entschied sich für eine `Tafernwirtschaft` mit angeschlossener Herberge. Seitdem residierte dort der "Schlößleinswirt" im Wirtshaus "Zur Krone" und lud zu Schlössleinsbier und zünftiger Gastlichkeit ein.

Um 1730 wurde das Schlößchen zum Teil abgerissen und ein Stockwerk niedriger wieder aufgebaut. Fast zweihundert Jahre später, 1919, errichtete man neben dem Schlösslein ein eigenes Gebäude, in dem die Gastwirtschaft "Zur Krone" bis heute untergebracht ist.

Das stark renovierungsbedürftige historische Schlösslein-Gebäude erwarb die Gemeinde 1995 und ließ es fachgetreu wiederherstellen. Seit September `99 lädt das Kulturdenkmal ein zu Kunstausstellungen und heimatgeschichtlicher Information.

Auch die "Saazer Stuben" sind hier untergebracht. Diese ausführliche Dokumentation der westböhmischen, ehemals deutschen Stadt Saaz enthält z.T. originale Schriften und Urkunden, beginnend ab dem 13. Jahrhundert. Sie wird ergänzt durch Hunderte von Fotos und eine umfangreiche Bibliothek über Saaz und den Hopfenanbau. Die Exponate trug der Georgensgmünder Hermann Wurdinger zusammen.

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