Jüdischer Friedhof in Georgensgmünd - Fränkisches Seenland

Den jüdischen Friedhof legte der markgräfliche Hofbankier Jakob Jud aus Roth nach 1580 an.

Der Friedhof diente neben Gmünd den jüdischen Gemeinden Windsbach, Thalmässing, Hilpoltstein, Roth und Schwabach als Begräbnisstätte. Im 19. Jahrhundert erreichte er nach mehreren Erweiterungen seine heutige Fläche von 11760 m 2. Etwa 1800 Grabsteine sind erhalten.

Als letzter Jude wurde hier 1946 ein Schwabacher KZ-Überlebender beerdigt. Der Friedhof steht Besuchern tagsüber zur Besichtigung offen. Zusammen mit dem renovierten Taharahaus (Leichenwaschhaus) von 1723 und der ehemaligen Synagoge mit ihren zwei Mikwen bildet er das Jüdische Museum Georgensgmünd (Am Anger 9).

Führungen können angefragt werden.

Nähere Informationen:
Rathaus Georgensgmünd, Bahnhofstraße 4, Telefon: 09172-70372

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