Ortsteil Rittersbach

Der älteste schriftliche Hinweis auf Rittersbach stammt aus dem Jahr 1312. Der verhältnismäßige Wohlstand der Rittersbacher Bauern hatte mit der besonders günstigen Verkehrslage des Ortes zu tun.

Wer in früherer Zeit von Nürnberg nach Augsburg unterwegs war, konnte entweder dem Lauf der Rednitz folgen oder den `Weißenburger Steig` wählen.

Eine andere wichtige Strecke verband im frühen Mittelalter die beiden Städte Würzburg und Regensburg. An dem Kreuzungspunkt dieser beiden Fernwege lag Rittersbach. So zogen früher Händler und Gewerbetreibende durch den Ort. Auch der Augustinermönch Martin Luther dürfte auf seiner Rückreise von Rom nach Nürnberg im März 1511 hier entlanggefahren sein.

Bis ins frühe 19. Jahrhundert hinein profitierten die Rittersbacher von der günstigen Lage. 1816 wurde dann die neue Landstraße von Schwabach nach Pleinfeld über Roth und Wernsbach gebaut (die Vorgängerin der heutigen Bundesstraße 2) und der Ort geriet etwas ins Abseits. Die Rittersbacher konzentrierten sich noch stärker als zuvor auf Ackerbau und Viehzucht und besonders auf den Hopfenanbau, der sich im 19. Jahrhundert zur wichtigsten Einnahmequelle entwickelte. Schmuckstück in Rittersbach ist die vor einigen Jahren im Inneren wiederhergerichtete (im neugotischen Stil) ev. Marienkirche.

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