Ortsteil Mäbenberg

Mäbenberg ist ein malerisches Strassendorf, dessen Häuser, dem Verlauf der Strasse folgend, sich hufeisenförmig um einen weiten Wiesengrund sammeln. Erstmals urkundlich belegen lässt sich der Ort um 1300. Entscheidend für Entstehung und Entwicklung war das Rittergut derer von Megenberg. Zunächst Gefolgsleute der Abenberger erhielten sie ihr Lehen ab 1300 von den Nürnberger Burggrafen. Doch bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts lebte kein Adelsgeschlecht mehr in Mäbenberg und das Rittergut befand sich in bäuerlichem Besitz.

Wie auch in den anderen Dörfern der Region führte der Hopfenanbau im 19. Jahrhundert zu bescheidenem Wohlstand. Vor dem Zweiten Weltkrieg war Mäbenberg eine Hochburg der Schindelmacherei. Hölzerne Schindeln brauchte man und braucht sie auch heute noch für die klassischen Ziegeldächer mit Biberschwanz- oder Spitzziegeln. Von den vielen Schindelmachern ist heute ein einziger übriggeblieben, der dieses alte Handwerk noch beherrscht.

Die alte Keimzelle des Ortes, wo das kleine Rittergut gelegen haben mag, kennzeichnet das ochsenblutrot gestrichene Kirchlein St. Oswald. Eine Tafel an der Außenwand der Kirche gibt Auskunft über den berühmtesten Sohn der Gemeinde: den  spätmittelalterlichen Theologen und Gelehrten Konrad von Megenberg (1309-1374), der hier seine frühe Kindheit verbrachte. Als sein bekanntestes Werk gilt die erste Naturkunde in deutscher Sprache, das `Buch der Natur`.

Teilen: