Ortsteil Friedrichsgmünd

Wer nicht weiß, dass die historische Mitte Georgensgmünds um die St. Georgskirche herum zu suchen ist, dem stellt sich eher Friedrichsgmünd als Zentrum des Ortes dar: Entlang der Bahnhofstrasse, als verkehrsreiche Hauptschlagader, liegen die meisten öffentlichen Einrichtungen, wie Rathaus, Feuerwehr, Gemeindebücherei, Schule und Sportanlage, Bahnhof, sowie Gaststätten, Bank, Kino und zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte.

Die Ansiedlung, die sich am südwestlichen Ufer der Fränkischen Rezat um das von Markgraf Albrecht V. 1666 errichtete „Schlösschen“ herum bildete und nach dessen Sohn Friedrich benannt wurde, gehörte von Anfang an zu Georgensgmünd. Aber anders als das eher ländlich strukturierte Hauptdorf, wo Bauern lebten und bäuerliches Handwerk betrieben wurde, war Friedrichsgmünd stets mehr handel- und gewerbeorientiert.

Großzügige Sandsteinhäuser entlang dem `Lerchenbuck` zeugen von einem bescheidenen Wohlstand jüdischer Bürger im vorigen Jahrhundert. Auch die erste Industrie im Gemeindegebiet siedelte sich hier an. Von 1912 bis 1957 befand sich hier auch das Lungensanatorium des jüdischen Arztes Dr. Heinrich Mehler, durch das die Gemeinde überregional bekannt wurde.

Heute ist Friedrichsgmünd der am meisten städtisch wirkende Ortsteil.

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