Geschichte von Allersberg

Sie sehen die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt - Quelle: Tourist-Information Allersberg
Sie sehen die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt - Quelle: Tourist-Information Allersberg

Die Gründung Allersbergs liegt im Dunkeln. Vieles deutet darauf hin, dass der Raum schon vor dem Jahr 1000 besiedelt war.

1254 wird Allersberg erstmals urkundlich erwähnt als Mittelpunkt einer großen Pfarrei. Allersberg zählt damit zu den Urpfarreien.

Als Nachlass des Grafen von Hirschberg gelangt 1305 der Ort an den Bischof von Eichstätt, von diesem als Lehen an die Herren von Wolfstein. Bis zum Jahre 1475 dauerte die Herrschaft der Wolfsteiner, an die heute vor allem noch die
1339 durch Leopold und Albrecht von Wolfstein errichtete Hospitalstiftung (Heute Wolfsteiner Altenheimstiftung) erinnert.

1323 wurde Allersberg durch Kaiser Ludwig dem Baier das Markt- und Befestigungsrecht verliehen. Kaiser Karl IV. dehnte 1354 diese mit dem Recht des Halsgerichts, des Geleitrechts und des Wildbanns aus. Auch ein eigenes Wappen verlieh er: Drei silberne Mauertürme im roten Feld, darauf ein goldenes Schild mit zwei schreitenden roten Löwen.

1382 entstand infolge Erbteilung eine eigene Allersberger Linie der Herren von Wolfstein. Sie errichteten sich ein Wasserschloss, das als "Allersberger Veste" 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg völlig zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. 1475 kam Allersberg erstmals zu Bayern.

1542-1578 wurde Allersberg an die Reichsstadt Nürnberg verpfändet. 1632, während des Dreißigjährigen Krieges, plünderten und wüteten die Schweden. Einige Jahre später kam für Allersberg der Aufschwung mit der Gründung des leonischen Drahtzuges.

In dieser Zeit bekam der Marktplatz sein barockes Aussehen, das er sich bis heute bewahren konnte.

1708-1710 wurde die neue Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" erbaut;
1722 erhielt das Heckelhaus seine barocke Fassade und den Turmpavillon mit dem Wahrzeichen des Allersberger Drahtzuges, "die Madonna mit dem Kinde im Strahlenkranz";
1723-1728 entstand das Gilardihaus durch den fürstbischöflichen Baumeister Gabriel de Gabrieli.

1777 kommt Allersberg wieder zu Bayern, 1803 wird das Pflegeamt aufgelöst. Bei der Neueinteilung des Königreichs Bayern kommt Allersberg mit dem Landgericht Hilpoltstein zur Oberpfalz, 1880 endgültig zu Mittelfranken.

1902 wird von Ochenbruck nach Allersberg die Eisenbahnlinie eröffnet, die bis 1973 besteht.

1938 Anschluss an die Autobahn.

1945 während der letzten Kriegstage wurde Allersberg zu 75% zerstört. Danach setzte schnell der Wiederaufbau ein.

1972 kommen im Zuge der Gebietsreform auf freiwilliger Basis 24 Orte aus sechs Gemeinden zu Allersberg.

Weitere Infos zur Geschichte im "Allersberger Heimatbuch" von Franz Hirscheider (erhältlich im Buchhandel).

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