Burgen & Schlösser - Fränkisches Seenland

Zuflucht vor übel wollenden Nachbarn, aber auch eine Heimstatt, das war von jeher der Wunsch eines jeden Menschen.

Die Engländer drückten es am besten aus: My home is my castle (mein Heim ist meine Burg). Und so bauten sich denn auch die kleinen Landadeligen wie die Fürsten ihre Burgen im Fränkischen Seenland. Bis diese durch die Weiterentwicklung der Waffentechnik nicht mehr zeitgemäß waren.

Doch auch der Wunsch nach mehr Komfort und nach Repräsentation leitete dann das Zeitalter der prachtvollen (oder auch bescheideneren) Schlösser ein. Die alten Burgen verfielen, wenigstens die meisten, und ihre Ruinen hinterließen uns einen Eindruck früherer Wohnkultur.

Wohl aber stehen diese Burgen und Ruinen in der Regel ihrer Zweckbestimmung gemäß an exponierten Stellen mit weiten Übersichten. Man wollte den Feind ja kommen sehen. In unseren Tagen sind sie lohnende Wanderziele.

Die Schlösser dagegen waren Tummelplatz der Nacheiferer, also der Herrschaften, die große Vorbilder mangels Geld nur in kleinem Stil ausführen konnten. Oft genug aber dienten sie der Sammelleidenschaft der Herren als Schatzkästchen. Bilder, Skulpturen, Stuck, außergewöhnliche Ausstattungen - zu allem stehen heutzutage die Türen offen. Wo überall sagt Ihnen unsere Übersicht.

Dass von den vielen Burgen im Fränkischen Seenland nicht alle die Jahrhunderte unbeschadet überstanden haben, liegt auf der Hand. Doch auch (oder gerade) die Überreste können einen besonderen Reiz ausüben und die Vorstellung anregen, wie es hier wohl mal ausgesehen haben könnte.

Deutschordensschloss Ellingen

Das Deutschordensschloss Ellingen wurde im Jahre 1711 neu erbaut. Der Ostflügel entstand unter dem Landkomtur der Ballei Franken des Deutschen Ordens von Gelnhausen. Der übrige Hauptbau unter Carl-Heinrich, Freiherr von Hornstein, seinem Nachfolger von 1718 bis 1721.

Burg Hilpoltstein

Seit über 1000 Jahren trägt der Hilpoltsteiner Burgberg eine Befestigung. Die Burg war bis 1385 Stammsitz der Herren von Stein, danach ein wichtiger Stützpunkt der Herzöge von Bayern. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde sie in mehreren Abschnitten umgebaut.

Schloss Geyern bei Nennslingen

Schloss Geyern, einer der stattlichsten Herrensitze im fränkischen Jura, war seit über 1000 Jahren in der Hand der Schenken von Geyern (schon 935 wird Wolff Schenk v. Geyern als Ritterturniersieger erwähnt) und ist bis heute im Familienbesitz der Nachkommen.

Burgruine Bechthal bei Nennslingen

Die Burg Bechthal (früher Pechtal) war Sitz der Herren von Bechthal. Der Name hängt vermutlich mit einer frühen Pechgewinnung zusammen. Die Herren von Bechthal waren mit den mächtigen Heideckern, Erlingshofern und Arnsbergern verwandt.

Schloss Ratibor in Roth

Der Bau der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach zählt zu den gut erhaltenen Beispielen von Schlossbauten der deutschen Frührenaissance.  Georg der Fromme errichtete 1535-1538 in seiner Oberamtsstadt Roth dieses repräsentative Jagdschloss. Ausschlaggebend waren der Wald- und Wildreichtum in der Umgebung.

Schloss Dennenlohe Unterschwaningen

Natur und Kultur in perfekter Liason: Mit seinen phantastischen Parkanlagen bietet Schloss Dennenlohe in Mittelfranken einen unvergleichlichen Rahmen für unvergessliche Events. Der verwunschene schöne Rhododendronpark mit Tausenden blühender Pflanzen, Inseln, Brücken und fernöst­lichen Tempeltoren sowie der stilvolle Privatgarten hinter den hohen Schlossmauern geben jeder Veranstaltung ein traumhaftes Flair.

Festung Wülzburg bei Weißenburg

Oberhalb von Weißenburg auf der mit 630 m höchsten Bergkuppe der südlichen Frankenalb liegt die alte ansbachische Hohenzollernfestung Wülzburg, ein eindrucksvolles und einzigartiges Denkmal des Renaissancefestungsbaus in Deutschland.

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